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70 Der naschhafte Hund von Soho September 1962


Dig und Dag stehen neuerdings bei Boulton & Watt am Fließband und in Diensten. In dem Werk in Soho werden Watts Dampfmaschinen geschraubt und die Auftragslage ist hervorragend.
Eines schönen Tages erscheint ein verdächtiger Kerl im Betrieb, den die Digedags sofort als Spion deklarieren.
Doch erst einmal werden die zwei gestandenen Mechaniker von Watt als ordinäre Briefträger verpflichtet, immer noch besser als Werkstatt kehren.
Bevor sie ihre Postkutsche besteigen, wollen sie noch ein Häppchen essen.
Vor dem Wirtshaus schenkt Dig einem Bernhardiner ein Stück Zucker. Hätte er nicht tun sollen, denn dafür schenkt ihnen das Hündchen nun unendliche Dankbarkeit. Die Digedags bestellen für sich und ihren neuen Freund ein fürstliches Menü. Im Verlauf des Mahls macht sich der Hund allerdings bei den anderen Gästen unbeliebt und wird entfernt. Dig hat seinen empfindsamen Verdauungsorganen ein wenig zu viel zugemutet, er braucht etwas aus der Apotheke.
Ein Taschendieb hat Dags pralle Börse gesehen und verschwindet unauffällig damit. Als es ans Zahlen geht, ist natürlich Ebbe in der Kasse. Der Wirt fackelt nicht lange und übergibt Dag der Staatsmacht.
Als Dig vom Apotheker als geheilt entlassen wurde, sieht er gerade noch das schwere Knasttor hinter Dag zuklappen.
Erbost eilt er schnurstracks zum Wirtshaus.
Der Wirt ist nicht weniger erfreut über diese Frechheit und wird Dig gegenüber handgreiflich. Dig hat in seiner Gewichtsklasse leider die schlechteren Argumente. Die Wirtsfrau denkt da bedeutend praktischer und verordnet dem Delinquenten verschärften Küchendienst. Doch Dig ist auch nicht von gestern, er vertauscht verkeimtes und sauberes Geschirr. Dem Wirt ist's allerdings nicht genug, Dig muß auch noch kellnern. Hierbei trifft er erneut auf Mr. Squeech, den Werksspion. Dieser diskutiert mit dem suspekten Anwalt Mr. Sherrynose darüber, daß jüngst ein Mitarbeiter Watts ins Gefängnis eingeliefert wurde. Das kann nur Dag sein. Dig muß auch hinein und Dag warnen, der wichtige Brief scheint in Gefahr.
Sherrynose hat sich unterdessen Zugang zu Dags Domizil verschaffen können. Dag ist sehr entgegenkommend und zeichnet ein detailgetreues Abbild von Watts Dampfmaschine an die Zellenwand. Sherrynose pinselt fleißig ab, bedankt sich artig und verspricht Dag großzügige Unterstützung.
Als er sich wieder mit Squeech trifft, belauscht Dig die beiden Halunken und erfährt so, daß Sherrynose sehr erfolgreich war. So wird Dag für ihn zum Hochverräter.
Jetzt muß er alles daran setzen, auch verhaftet zu werden. Aber nichts hilft, weder Mundraub noch Verteilung von konspirativen Flugblättern. Auch das  Beschmieren von Wänden mit Parolen kann einen Polizisten nicht überzeugen, denn jener ist des Lesens sowieso nicht mächtig. Erst als das einschlägige Hundchen wieder auftaucht und Dig in schöner Tradition in das bekannte Wirtshaus verschleppt, wendet sich die Sache zum besseren. Der Besitzer des Hundes läßt Dig wegen Tierdiebstahl verhaften.
Der Hund hört übrigens auf den schönen babylonischen Namen Nebukadnezar, oder auch nicht.
Am Gefängnistor treffen Dig und Dag endlich aufeinander.
Watt hat nämlich Dag mittlerweile auf Kaution wieder frei bekommen. Der arme Dig macht sich mit seiner Anschuldigung voll zum Löffel, denn soeben wird das nach Dags Zeichnung gebaute Monstrum einer undefinierbaren Maschinerie zum Schrottplatz gekarrt.
Nun kann Dig schnell noch Abbitte leisten, dann schließt sich das Tor hinter ihm. Nun muß Dag seinerseits grübeln, wie er dem armen Dig Gesellschaft leisten könnte ...
 
Beilage:
Die ultimativ vorvorletzte Beilage im Mosaik von Hannes Hegen

"Liebe "Mosaik"-Leser!"
Heini und Heidi verabschieden sich samt der Beilage "Steinchen an Steinchen" von uns. Die letzte Heftseite und das Heft überhaupt haben von nun an die agitatorischen Aufgaben übernommen.



Auf der Rückseite Werbung für weitere Kinderzeitschriften "Die Trommel", "Atze", "Fröhlich sein und singen" und "Bummi"

Rückseite:
James Watt ist gezwungen, aus patentrechtlichen Gründen statt der gewöhnlichen Kurbel, die von James Pickard entdeckt wurde, ein Planetenradgetriebe erfinden zu lassen, nämlich von William Murdock.

 

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