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592 Unruhige Zeiten April 2025

Mosaik 592

Das große Bauernkriegs-Epos, aber ohne Meister Tübke - sieht man mal von Seite 44 ab.
Im Jahr 1524, kurz vorm Aufstand der Bäuerlein, schlauchen sich die Abrafaxe auf einer Dorfhochzeit durch. Der Großteil der Gäste hüpft lustig umher, die Faxe halten sich lieber an Speis und Trank.
Ein Sebastian Lotzner macht sich an die Schwester der Braut heran. Plötzlich taucht ein Scherge des Fürstabt, Ritter von Donnersmark, auf und erklärt die Feierlichkeit für beendet. Stattdessen sollen sich die Untertanen am Sonntag nützlich machen, um den Niederwald zu roden, der den Bauern gehört und das Holz nach Kempten bringen.
Der Brautvater Hannes wird kurz aufmüpfig und ein weiterer Bauer vermault sich. Sogleich endet er in Seile gewickelt. Dieses grobe Benehmen ruft nun auch die Faxe vom Essen weg. Brabax wird wegen Lästerei ebenfalls gefesselt. Aber Abrax, der geborene Kämpe, bringt den Ritter von Donnersmark mit einer Ritterregel zu Boden und droht ihm mit Vollrasur. Seinen Forderungen nach Freigabe der Gefangenen stimmt der Unterlegene  sogleich zu. Wäre da nicht der obrigkeitshörige Brautvater, der Abrax von seinem Opfer schubst. Nun sind schon zwei Faxe gefangen. Califax kommt vorerst nicht übers Händeringen hinaus.
Die Bauern beginnen, die seltsamen Stummelbäume (nachwachsend?) nun restlos zu beseitigen.

Califax macht sich allein auf den Weg nach Kempten, wohin auch die Gefangenen anschließend verbracht werden sollen.

In Kempten hat der Herr Fürstabt seinem bekloppten Sohne Pelagius, den er in der Öffentlichkeit am liebsten verleugnet, ein schönes Geburtstagsgeschenk übergeben. Es ist ein schneidiger Schimmel, aber mit dem bösem Blick. Der erste Proberitt endet mit Sturz, welches Pferd will schon verbal verwurstet werden.
Da schreitet Califax des Weges und beruhigt den durchgegangenen Gaul wieder. Das gefallene Söhnchen kommt schnell zu sich und will sein Geschenk zurück. Als Califax schnallt, wen er sich hier vor sich hat, entwickelt sich ein Plan. Er erbietet sich, das böse Pferd für Pelagius zuzureiten. Allerdings geht das nur in dessen Kleidern. Und die passen Califax wie angegossen.
Bald trifft Califax den nach Kempten ziehenden Donnersmark samt der Gefangenen. Der Ersatz-Pelagius fordert die Herausgabe der Aufrührer, um den Herrn Fürstabt damit nicht zu belasten. Der Ritter hat Bedenken, sich beim Herrchen unbeliebt zu machen und läßt das durchgehen. Als Califax den Gaul zurückbringt, trifft er auf den von Schergen verprügelten und zeternden Abtbuben. Califax empfiehlt ihm, seinem Vater nicht die Wahrheit zu sagen, sondern daß die Blessuren daher rühren, daß er heldenhaft eine Schar Bauern verprügelt hätte.

Dann trödeln die Abrafaxe weiter durch Schwaben. Nach einem halben Jahr kommen sie in Memmingen an und treffen hier auf Sebastian Lotzer. Heute sollen die Häuptlinge der drei größten Bauernhaufen in die Stadt kommen. Auf dem Weg zum Rathaus preist Sebastian das Leben in einer besseren Welt. Da treffen sie auf die Vertreter des Allgäuer Haufens. Abrax ist nachtragend und haut den Bauern Hannes in den Staub. Der nimmt die Prügel reuevoll an und bittet Abrax um Verzeihung.

Mittlerweile ist dieser Bauer obrigkeitsmäßig geheilt. Der Fürstabt hatte ein gutes Herz bewiesen und den Bauern ihr eigenes Feuerholz für den Winter zum doppelten Preis überlassen und ihnen obendrein noch ein Sondervermögen überreicht. Das hat bei Hannes geholfen.
Sebastian hält im Rathaus eine Rede zur Lage. Man kommt überein, sich nichts mehr bieten zu lassen. Im Wirtshaus treffen sich noch Christoph Schappeler, Sebastian und Brabax, um ihre zwölf Forderungen zu formulieren und anschließend zu verbreiten.

Der Kanzler des Schwäbischen Bundes, Leonhard von Eck, ist darüber wenig amüsiert.
Er schickt den Truchsess von Waldburg-Zeil aus, um mit den aufmüpfigen Bauern abzurechnen. Was auch bald geschieht und die Bauern müssen klein beigeben.
Später sucht der Truchsess in Memmingen nach den beiden Oberaufrührern Schappeler und Lotzer. Aber bevor sie geschnappt werden können, reitet Pelagius mit Califaxens Unterstützung die Schergen über den Haufen. In leeren Fässern gelingt den beiden und den Abrafaxen die Flucht aus Memmingens Mauern.
Auf dem Weg nach St. Gallen greift sich in Wygenspach Sebastian noch seine Else, die mit dem Segen von Hannes mitkommt.

Ein Jahr danach ist wieder Ruhe im Schiff. Der Kanzler des Schwäbischen Bundes hat den Fürstabt vorgeladen und beschuldigt ihn der Förderung des Aufruhrs. Zur Strafe muß der Fürstabt den Niederwald an die Bauern zurückgeben und die Sonderdienste streichen. Solche erkenntnisfähige Kanzler gibts schon lang nicht mehr.

Im Jahre 1926 feiern auf einem Bergbauernhof Sebastian und Else ihre Hochzeit. Ente gut ...

 

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