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514 Heringsfässer und Brokat Oktober 2018

Mosaik 514

In Reval mußte Califax wegen des Stapelrechts seinen toten Hering drei Tage lang feilbieten. Da er ihn erst in Pleskau verticken will, sind seine Preise noch gesalzener als der alte Fisch. Die Rechnung geht auf, alle scheuen die Kosten.
Hoffentlich wird wegen dem MHD kein Surströmming daraus. Während Califax sich um den Abtransport kümmern will, soll Clarus die vier Fässer hüten. Aber Clarus träumt lieber von Schätzen und als Califax zurück ist, da warens nur noch drei Fässer. Zerknirscht geht Clarus das Faß suchen, derweil wacht, oder besser ratzt Califax eine Runde. Da wars nur noch ein Faß.

Brabax hat sich auf dem Weg nach Nowgorod den Mönchen an die Fersen geheftet und kommt ihnen immer näher. Als er sie am Horizont entdeckt, wird er von einer alten Frau genötigt, ihre Holzkiepe heimzutragen. Und da Brabax den Lesern ein Vorbild sein muß, tut er es auch. Vorwärts, es geht zurück. Schweren Herzens sieht er die Mönche wieder Land gewinnen.

Abrax und Simon sind in London eingelaufen und werden sogleich zum Gildenhaus geführt, wo sie sich am Abend vor den Hanse-Vertretern legitimieren müssen. Ihr Ruf als knallharte Großaufkäufer von Köln ist ihnen schon vorausgeeilt.
Der Londoner Eldermann verlangt von Simon den Auftrag Luneborgs, hier handeln zu sollen. Den hat Simon natürlich nicht, also darf er auch nichts verkaufen. Hier springt Abrax in die Bresche. Er gibt vor, auf eigene Rechnung zu handeln und aus dem wendischen Sumpfnest Berlin zu stammen. Das soll zwar noch überprüft werden, trotzdem kann er als Hansekaufmann agieren. Wenigstens können sie nun versuchen, durch gute Geschäfte Durkops Kredit zu bedienen.

Nach seiner tragenden Rolle hat Brabax die Spur der Mönche wieder aufgenommen und mit viel Glück die grobe Richtung nach Nowgorod getroffen. Plötzlich wird er von drei Rittern des Deutschen Ordens aus der Spur geworfen. Dann sieht er, wie in der Ferne Odo und Frodo von den Reitern mitgenommen werden.

Derweil beginnt am nächsten Tag der Handel mit Simons geborgten Überhangstoffen. Auf die Rüge des Eldermanns, Simon dürfe nicht handeln, erklärt sich Abrax zum Händler und Simon zu seinem Adlatus.
Doch auch der Kämmerer des Königs setzt den Hanseleuten zu, die Abgaben auf Wein sollen steigen. Mit dem Kämmerer ist auch die Hofdame Catherine erschienen, die Stoff für ein Kleid sucht. Sie kann aber Simons Preise nicht bedienen. Selbst nicht, als Abrax den Preis eigenmächtig halbiert.

Von den nächsten Käufern hört Abrax, daß es im nächsten Monat Bälle bis zum Abwinken gibt. Das bringt ihn auf eine Idee.

Brabax hat die Ritter eingeholt, die ihm Brückenzoll abfordern. Da er in Religionsfragen ein wenig stur reagiert, werfen ihn die Ordensritter über das Geländer. Ein Stein im flachen Wasser löst eine harte Landung aus. Ohne Kennung treibt er gesichtunten an den wandernden Mönchen vorbei. Die sehen den Dauertaucher glücklicherweise und ziehen ihn ans Trockene. Kurzfristig bei Sinnen, fragt er die Mönche nach dem Schatz. Odo und Frodo lassen ihn erst mal schlafen.

In London hat Herr Abrax seinen Plan verwirklicht und vom Schneider Schneider ein Modellkleid für Lady Catherine zusammenschnippeln lassen. Damit will er in Londoner Ballkreisen einen neuen Trend setzen, in der Hoffnung, daß die Damen ihm die Bude nach den Stoffen einrennen.

Clarus hat das fehlende Faß natürlich auch nicht gefunden und kommt kleinlaut zu Califax zurück. Der ist jedoch noch viel kleinlauter, hat er doch zwei Fässer Miese gemacht.
Die Ratte führt sie auf die Spur des Fisches. Zwei Obstdiebe haben sich die Fässer ausgeborgt, um ihre Kleinwüchsigkeit auszugleichen. Bald ist auch Califaxens preisgünstiger Transport zur Stelle, ein Karren mit zwei Ziegen. Erinnert irgendwie an Rostus Klamottus' Kalesche.
Nun gehts ab nach Pleskau, den großen Reibach zu machen.

 

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