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602 Der Kalender des Kaisers Februar 2026

Mosaik 602

In Prag taucht die Sonne auf und Kaiser Rudolf erwacht gut ausgeschlafen unter seiner Mauzi. Kammerdiener Lang ist schon zur Stelle mit der Liste der aktuellen Gesuche. Der Kaiser ist wenig amüsiert über seine nervenden Staatsgeschäfte.
Danach darf sich Majestät von Diener Červenka ankleiden lassen.
Philipp Lang trottet in die Stadt, um die Sarazenen aufzusuchen.

In Levasheks Backstube warten schon die Brote für die Delegierten aus Algier, Abrax und Brabax dürfen wieder ran. Califax wird auf eine Sonderverwendung vorbereitet, er soll Klein-Leo zum Schuleintritt motivieren. Erwartungsgemäß reagiert er wie der, dessen Namen man nur ungern nennen möchte.

Während die Ratte wieder in fischigen Belangen unterwegs ist, will sich Califax erst mal von Maisel die Schule zeigen lassen.

Im Rattenhauptquartier herrscht Uneinigkeit. Mehrere wollen sich das Unterwerfungs-Gedöns nicht antun. Aber die Rettung des Prinzen steht über allem. Man beschließt, die Pfoten still zu halten, bis der Kleine befreit ist.

Als Philipp Lang am "Roten Schwan" erscheint, bietet ihm die Wirtin das Zimmer des verschwundenen spanischen Gesandten an.

Während Brabax von Wallenstein für einen Schaukampf engagiert wird, läßt sich Lang Don Ferrandos Zimmer zeigen. Den vorgefundenen Brief des spanischen Königs sackt er ein, bevor er die Sarazenen belästigt. Der geschäftstüchtige Lang will bei den Gesandten erneut eine Audienzgebühr abgreifen.

Der kaiserliche Leibkoch versucht, beim Moldaufischer die georderte Forelle abzuholen. Die haben sich aber schon die Ratten gesichert. Wäre nur noch der von Lang bestellte Lachs, den der Fischer eigentlich als Bonifikation für die Erneuerung seines Angelscheins vorgesehen hatte. Aber des Kaisers Appetit geht natürlich vor.

Im oberen Verlies, welches der adeligen Kundschaft vorbehalten ist, unterhalten sich Don Ferrando und der Goldmacher von Feuerbach. Da wird recht unvorsichtig die Forelle vorbeigetragen. Als der Goldmacher gierig nach dem Fisch greift, entgleitet ihm sein Goldrezeptbuch und landet bei den Ratten. Zu einem Rücktausch kann es nicht kommen, denn dem Don gelingt es, sich das Buch zu greifen. Ein Wärter erscheint mit der erlesenen Mittagsmahlzeit, dem Privileg der hier Einsitzenden. Bei dieser Gelegenheit bittet der Goldmacher, die Forelle vom Koch für sich zubereiten zu lassen.

Katzengeneral Mauzi macht mit seinem Major die Inspektionsrunde beim Prinzenkäfig.
Man wartet noch auf die aktuelle Fischlieferung der Ratten.
Diese haben sich unauffällig in die Küche geschlichen, um ihren Fisch zurückzuholen. Auch Philipp Lang verlangt vom Koch seinen persönlichen Lachs zurück.
Da erscheint der Wärter mit der Forelle, die sogleich vom Koch als kaiserlicher Fisch konfisziert wird. Die dicke braune Ratte gießt einen Schluck Öl ins Herdfeuer und erzeugt eine schöne Stichflamme. Die Pfanne des Küchenjungen hämmert Lang zu Boden. Nun können die beiden Ratten mit der kaiserlichen Forelle verschwinden.

Jetzt steht beim Kaiser doch wieder nur der Lachs auf der Speisekarte.
Der Kammerdiener Lang ist leicht amnesiert und hat die Fischgeschichte fast verdrängt. Ein Hinweis auf dem spanischen Brief versöhnt ihn einigermaßen und erinnert ihn wieder an Don Ferrando.

Die Ratten können ihre Forelle abliefern und wollen den Prinzen sehen.

Kammerdiener Lang trifft den verärgerten Don in seiner Zelle. Ferrando ist der Überzeugung, daß der ominöse Brief ein Empfehlungsschreiben des spanischen Königs sei und eine Referenz als Hofzeremonien-Berater für Rudolf. Leider steht im Brief, daß Ferrando als gefährlichster Mann im Knast der Prager Burg verfaulen soll. Allerdings, für schlappe hundert Goldstücke würde Lang schon mal ein Auge zudrücken. Da muß Ferrando passen, behauptet aber noch, Gold herstellen zu können.

Vor dem Rathaus ist großer Markt. Hier treten auch Wallenstein und Abrax zum Schaukampf an. Brabax gewinnt, eine junge Frau bittet ihn um Verschonung, sie scheint in Wallenstein verschossen. Eine Hochzeit dräut wohl in Bälde, aber vorläufig zieht es sich noch. Das Honorar des Kampfes wird in der "Schwarzen Katze" auf den Kopf gehauen.

Endlich hat der Kaiser seinen Lachs auf dem Teller, obwohl ihm eine Forelle lieber gewesen wäre. Aber die bleibt ja in der Familie, Mauzi braucht schließlich auch Futter. Die Ratten interessieren sich für den Schlüssel am Halsband des "Generals" - er öffnet den Prinzenkäfig..

Das Gehüpfe zwischen den Ebenen geht lustig weiter. Der rote Faden, der die tierischen Geschichten zusammenhält, sind zwei tote Fische aus der Moldau.

 

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