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In Prag taucht die Sonne auf und Kaiser Rudolf erwacht gut
ausgeschlafen unter seiner Mauzi. Kammerdiener Lang ist schon zur Stelle mit
der
Liste der aktuellen Gesuche. Der Kaiser ist wenig amüsiert über
seine nervenden Staatsgeschäfte. Danach darf sich Majestät von
Diener Červenka
ankleiden lassen. Philipp Lang trottet in die Stadt, um die Sarazenen
aufzusuchen.
In Levasheks Backstube warten
schon die Brote für die Delegierten aus Algier, Abrax und Brabax
dürfen wieder ran. Califax wird auf eine Sonderverwendung
vorbereitet, er soll Klein-Leo zum Schuleintritt motivieren.
Erwartungsgemäß reagiert er wie der, dessen Namen man nur ungern
nennen möchte.
Während die Ratte wieder in fischigen Belangen unterwegs ist,
will sich Califax erst mal von Maisel die Schule zeigen lassen.
Im Rattenhauptquartier herrscht Uneinigkeit. Mehrere wollen sich das
Unterwerfungs-Gedöns nicht antun. Aber die Rettung des Prinzen steht
über allem. Man beschließt, die Pfoten still zu halten, bis der
Kleine befreit ist.
Als Philipp Lang am "Roten Schwan"
erscheint, bietet ihm die Wirtin das Zimmer
des verschwundenen spanischen Gesandten an. |
Während Brabax von Wallenstein für einen Schaukampf engagiert wird,
läßt sich Lang Don Ferrandos Zimmer zeigen. Den vorgefundenen Brief
des spanischen Königs sackt er ein, bevor er die Sarazenen belästigt.
Der geschäftstüchtige Lang will bei den Gesandten erneut eine
Audienzgebühr
abgreifen.
Der kaiserliche Leibkoch versucht,
beim Moldaufischer die georderte Forelle abzuholen. Die haben sich
aber schon die Ratten gesichert. Wäre nur noch der von Lang
bestellte Lachs, den der Fischer eigentlich als Bonifikation für die
Erneuerung seines Angelscheins vorgesehen hatte. Aber des Kaisers
Appetit geht natürlich vor.
Im oberen Verlies, welches der adeligen
Kundschaft vorbehalten ist, unterhalten sich Don Ferrando und der Goldmacher
von Feuerbach. Da wird recht unvorsichtig die Forelle vorbeigetragen. Als der
Goldmacher gierig nach dem Fisch greift, entgleitet ihm sein Goldrezeptbuch
und landet bei den Ratten. Zu einem Rücktausch kann es nicht kommen,
denn dem Don gelingt es, sich das Buch zu greifen. Ein Wärter erscheint mit der
erlesenen Mittagsmahlzeit, dem Privileg der hier Einsitzenden. Bei
dieser Gelegenheit bittet der Goldmacher, die Forelle vom Koch für sich
zubereiten zu lassen.
Katzengeneral Mauzi macht
mit seinem Major die Inspektionsrunde beim Prinzenkäfig. Man
wartet noch auf die aktuelle Fischlieferung der Ratten. Diese haben sich
unauffällig in
die Küche geschlichen, um ihren Fisch zurückzuholen. Auch Philipp Lang
verlangt vom Koch seinen persönlichen Lachs zurück. Da erscheint der
Wärter mit der Forelle, die sogleich vom Koch als kaiserlicher Fisch
konfisziert wird. Die dicke braune Ratte gießt einen Schluck Öl ins Herdfeuer
und erzeugt eine schöne Stichflamme. Die Pfanne des Küchenjungen hämmert Lang zu Boden.
Nun können die beiden Ratten
mit der kaiserlichen Forelle verschwinden. |
Jetzt steht beim Kaiser doch wieder nur der Lachs auf der
Speisekarte. Der Kammerdiener
Lang ist leicht amnesiert und hat die
Fischgeschichte fast verdrängt. Ein Hinweis auf dem spanischen Brief
versöhnt ihn einigermaßen und erinnert ihn wieder an Don Ferrando.
Die Ratten können ihre Forelle abliefern und wollen den Prinzen
sehen.
Kammerdiener Lang trifft den
verärgerten Don in seiner Zelle. Ferrando ist der Überzeugung, daß
der ominöse Brief ein Empfehlungsschreiben des spanischen Königs sei und
eine Referenz als Hofzeremonien-Berater für Rudolf. Leider steht
im Brief, daß Ferrando als gefährlichster Mann im Knast der Prager
Burg verfaulen soll. Allerdings, für schlappe hundert Goldstücke würde Lang
schon mal ein Auge zudrücken. Da muß Ferrando passen, behauptet aber
noch, Gold herstellen zu können.
Vor dem
Rathaus ist großer Markt. Hier treten auch Wallenstein und Abrax zum
Schaukampf an. Brabax gewinnt, eine junge Frau bittet ihn um
Verschonung, sie
scheint in Wallenstein verschossen. Eine Hochzeit dräut wohl in
Bälde, aber vorläufig zieht es sich noch. Das Honorar des Kampfes
wird in der "Schwarzen Katze" auf den Kopf gehauen.
Endlich hat der Kaiser seinen Lachs auf dem Teller, obwohl ihm eine
Forelle lieber gewesen wäre. Aber die bleibt ja in der Familie,
Mauzi braucht schließlich auch Futter. Die Ratten interessieren sich
für den Schlüssel am Halsband
des "Generals" - er öffnet den
Prinzenkäfig..
Das Gehüpfe zwischen den
Ebenen geht lustig weiter. Der rote Faden, der die
tierischen
Geschichten zusammenhält, sind zwei tote Fische aus der Moldau. |