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Kappi Kraakmöller ist der Menge Kopra wegen in froher Erwartung.
Die schiere Masse überschreitet aber höchstwahrscheinlich seine
Laderaumkapazität. Sein Einfall, auch die Kajüten vollzustopfen,
läßt Toki aufmucken. Plötzlich pocht es an der Ladeluke. Es ist bloß
Mr. Gibbons, der nach einem längeren Nickerchen auferstanden ist.
Als er bemerkt, daß er sich auf dem Juripik-Atoll befindet und es
hier um Kopra geht, läßt er sich zur Aussage hinreißen, dies stände
den Australiern zu. Aber der Kappi sieht sich hier als den frühen
Vogel. Die Tauschutensilien Nägel, Leinwand und zwei Äxte kürzt der
Geizkragen um eine Axt. Mit zwei Äxten kann ohnehin keiner
gleichzeitig arbeiten. Brabax leidet unter schwerem Reisefieber,
darf aber nicht mit zupacken, um die Abfahrt zu beschleunigen. Da
der Stamm noch keinen Gender-und-Gleichstellungs-Schamanen hat,
gehts hier drunter und drüber. Bei der Herstellung der Segel
diskriminiert man stringent zwischen Frauen- und Männerarbeit.
Obendrein ist auch noch Magie im Spiel. So kann das niemals
funktionieren! |
Oiterang ist nicht gerade erfreut über die Axtdifferenz bei der
Bezahlung. Auch der Stiel ist eine Prothese. Sadang soll das Gerät
testen - scharf ist es immerhin. Und auch Sadang will zwei davon.
Kraakmöller setzt deshalb sein Pokergesicht auf und hat damit Erfolg.
Andererseits würde die Ruderreparatur mit zwei Beilchen schneller
vonstatten gehen. Brabax hat nun auch einen kleinen Segelstreifen zusammengeklopft. Leider
darf der nicht verwendet
werden, da Brabax mangels weiblicher Hormone in den Zauber nicht
eingeweiht ist.
Während Gibbons und Brabax Brotfrucht mampfen, sind andere fleißig
dabei, die "Heiderose" bis zum Eichstrich mit Kopra zu betanken.
Eine halbe Bootsladung bleibt übrig. Mr. Gibbons rät Kraaki ab,
alles einzustampfen, denn dann bliebe der Kasten an den Riffen
hängen. Stattdessen lieber das Beiboot mit dem Zeug abschleppen. Das
gefällt dem Kappi, er würde Gibbons dafür sogar zum halben
Mindestlohn beschäftigen.
Ungemach dräut, denn der Schoner
"Titus" - unterwegs im Auftrag der australischen Kokosmafia -
steuert das Atoll an.
Als Kraakmöller die Ruderbaustelle
inspiziert, rastet er wieder mal aus. Die haben nun schon zwei Äxte,
aber alle Handwerker sind abgängig. Denn die sind erst mal mit dem
Segelzauber beschäftigt und der geht Allem vor. Des Kapitäns
Tobsuchtsanfall verpufft wirkungslos. Daraufhin pichelt er sich ins
Delirium tremens. Endlich is a Ruh! Der Kappi wird an den Rand des
Spielfelds getragen. Die Männer machen sich jetzt ungestört ans
Zusammennähen der vorkonfektionierten Segelstreifen. |
Am abendlichen Lagerfeuer soll Irata das Lied von Lamotrek
trällern, weil auf dieser Route der Walreiter unterwegs ist. Sadang
muß sich den Text genau einprägen, denn er ist der Navigator. Brabax
Hinweis auf Seekarten stößt auf wenig Verständnis. Wer braucht schon
sowas, wenn man die Sterne, die Wellen und die Winde kennt. Und
morgen ist Vollmond, da kann der Windzauber stattfinden. Dann wäre
alles in Sack und Tüte. Am Morgen alarmiert Fiet die pennenden
Matrosen. Er hat die Australier vor Juripik entdeckt, das gibt
bestimmt Mecker. Der Kappi versucht, mit Gibbons das restliche Kopra
schnell noch zu seinem Pott zu rudern. Aber von der "Titus" gibts
einen Schuß vor den Bug. Gibbons rettet die Sitution und ruft, sie
brächten das Kopra für die Australier. Nachdem auch noch ein Matrose
Gibbons wiedererkennt, ist die Reputation hergestellt. Gibbons fährt
auf der "Titus" mit, denen fehlt gerade schmerzlich ein
guter Mann zum
Pokern. Kraakmöller ist erleichtert, aus dieser Kalamität so
preiswert
herausgekommen zu sein, auch das Ruder ist geheilt. Sogar das Segel
wird noch fertig und Brabax darf beim folgenden Windzauber assistieren.
Frühmorgens beginnt die von Brabax in den Sand gepflanzte
Installation ihre Botschaft zu senden. Endlich kanns losgehen und
zwar ziemlich zügig. Nach herzlichen Verabschiedungen macht sich das
Auslegerboot auf die Socken, dem Wal hinterdrein.
Brabaxlastig, dafür Pitifrei. Einige weise Sprüche legendärer
Funktionäre wurden hier schnöde verwurstet. |