|

Der Schatz ist eingesackt und die "Frohe Zukunft" schippert nun
in Richtung Lübeck, damit Gentas alte Garde an Bord klettern kann.
Um Simon aus dem Wege zu gehen, hat sich Clara schon vor einem Tag
im Mastkorb eingenistet. Abrax will sie mit Käse locken -
vergeblich. Während darüber alle Trübsal blasen, versucht Brabax den
Kurs nach Schottland zu berechnen.
Dem frisch eingeschlämmten
Tiedemann vermitteln die Mönche auf dem Karren ein Déjà-vu, aber
Ulrike reißt ihn aus der Grübelei und schleift ihren Zahlmeister zum
Hutmacher. Califax verabschiedet sich von den Mönchen und wünscht
den beiden fürderhin ein ruhiges Leben. Das stinkt jenen aber gewaltig nach
Langeweile. Worauf die Mönche fröhlich fluchend mit ihrem Karren
weiterholpern. Unerwartet treffen sie auf ihren Abt, der nicht auf
den ominösen Schatz warten wollte und inzwischen einen auf
Bettelmönch gemacht hat, Die geschnorrten 10 Kupferlinge reichen
allerdings nicht für das Dach. |
Der Abt ist hoch erfreut über den warmen Regen. Nur Odos
Flucherei verdirbt ihm die Laune. Aber die beiden Mönche sehen
Abhilfe, sie wollen sich schweren Herzens den Schottlandreisenden anschließen, um der
Tristesse des Klosterlebens zu entgehen. Dem Abt verklickern sie
natürlich höhere Absichten und greifen sich auch gleich noch eine
der Goldkisten ab - zum Bau einer Kirche selbstverständlich.
Califax
muß große Beherrschung aufbringen, um nicht sofort die
Marzipan-Apotheke zu stürmen. Aber pflichtbewußt gibt er vorher
Grete Bescheid. Mit Schrecken sieht er die Bürgermeisters von ihrer
Einkaufstour zurückkehren und er will Grete im Haus warnen.
Tiedemann trägt die Kleider in Ulrikes Butze und hofft auf eine
Gegenleistung, aber Migräne läßt dies nicht zu. Obendrein kündigt
Grete. Califax ist aus Versehen in der Rumpelkammer gelandet, gleich
darauf stolpert Tiedemann ins Herrenzimmer und erblickt Califax.
Sein Schrei "Seeräuber!" ruft Ulrike auf den Plan. Califax ist
längst durchs Fenster und Ulrike bescheinigt ihrem einsichtigen
Gatten Schwachsinnigkeit. Als Grete das Haus verläßt, sieht sie
mit Schrecken Califax hoch oben am Gesims baumeln. Seine zehn
Griffel versagen, die Schwerkraft beginnt zu wirken.
Clara
ist wieder herabgestiegen mit der fadenscheinigen Behauptung, sich
für Navigation zu interessieren. Abrax überredet Simon zum Kniefall,
der erntet aber bloß ein "Zieh Leine!"
Der gute
Califax geruht noch immer, abzustürzen. Während Grete den Kopf in den Sand steckt, springt
zufällig Frodo herbei
und fängt den Ball. |
Mönch Odo hat schon ein Transportmittel besorgt und Gentas
Freundinnenkreis aufgeladen. Letzte Gelegenheit für Califax, die
Apotheke aufzusuchen. Aber gerade dreht der Pillendreher den
Schlüssel herum, Feierabend. Lübecker Marzipan, ade! Der
Torwächter will die Mönchs- und Weiberfuhre nicht passieren lassen.
Doch Gentas Parole wirkt auch hier. Der Wächter geleitet den Wagen
sogar bis Niendorf, wo man sich auf der "Frohen Zukunft" einschiffen
will. Der nasenbrüchige Warn schlägt Genta als Anführer vor und
der ganze Schmeichlerchor stimmt ein. Aber Gentas Überzeugung nach
brauchen freie Menschen keinen Anführer. Als Krönung der Aktion
spendiert Grete Marzipan aus Tiedemanns Geheimvorrat. Damit ist auch
bei Califax alles wieder im Lot. Als Simon auch Clara mit Marzipan
ködern will, wünscht sie ihm den Donnerkeil ins Gebälk. Der kommt
wirklich und haut Simon um. Alter Trick, um Clara aus der inneren
Wuthöhle rauszulocken - endlich gestehen sie sich ihre Zuneigung ein.
Nebeneffekt des Einschlags: die Abrafaxe hat es ebenso
geblitzdingst - sie sind dann mal weg. Ein Erbteil mehr und drei
Esser weniger - paßt schon.
Der Inselkauf durch Herrn Genta
geht glatt über die Bühne. Abgerechnet wird zum Schluß und die
Schicksale aller werden fein säuberlich aufgedröselt. Es gibt sogar
einen Blick in die kinderreiche Zukunft, Genta hat sich Sören
gegriffen. Und ihren frommen Wunsch "frei von Herrschaft und
füreinander einstehen" kann man getrost so unterschreiben. |