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507 Der Schatz der Likedeeler März 2018

Mosaik 507

Die Luft britzelt blau, im Nebel tappen zwei Mönche und ein wenig abseits drei Abrafaxe vor sich hin. Man ahnt es schon, die Abrafaxe sind geblitzdingst worden. Die drei sind trotz des dichten Nebels recht orientierungslos. Bis sie gegen einen Wegweiser laufen. Und der deutet nicht auf Wittenberger Gefilde hin.
Ein Zeitsprung halt, Ortssprung inklusive.

In Lübeck sitzt Ratsherr Luneborg über seinem Schreibkram, als Töchterchen Ulrike ihm die Ohren wegen eines neuen Fummels vollnörgelt. Unter dezenten Hinweisen auf Bankrottgefahren redet er seiner Tochter das Ansinnen aus. Ulrike will sich nun mit Simon Wigge gemein machen, dessen Opa wohl als Seeräuber einiges beiseite gebracht hat. Dann wäre ihr monetäres Problem gelöst.

Die Faxe sind in der trüben Suppe auf ein altes Mütterchen aus Auenhain gestoßen, das sich nach Strich und Faden verfranzt hat.

Der Ort "Auenhain" stand ja auf dem kürzlich entdeckten Wegekreuz, leichte Übung also.
Während Califax die Omma mit lecker Rosmarinextrakt aufpäppelt, versuchen die beiden anderen, eine Rübensuppe anzufertigen. Nach Zugabe von Bärlauch und Salz ist sie sogar genießbar. Dafür hat die gute Fee eine Belohnung parat: das Geheimnis ihres Vaters. Der war Likedeeler bzw. Vitalienbruder, ein gewöhnlicher Pirat eben. Ursprünglich wurden sie ja nur für die Übervorteilung von Dänen lizensiert, nahmen sie sich später auch Hanse-Schiffe zur Brust. Papi und weitere drei Kantonisten entkamen der Verfolgung und versteckten eine Truhe voller Gold, ums sie später unter sich aufzuteilen. Alle vier gaben ein Viertel des Geheimnisses ihren Erben weiter. Das eine Viertel haben nun die Faxe geerbt - der Schatz ist in einer Kirche versteckt. Unbekannt in welcher und unbekannt sind auch die drei restlichen "Erben". Da klopft es und ein Reisender will den Weg nach Leipzig wissen. Das ist Simon Wigge, Kaufmann in Luneborgs Diensten. So scheint sich auch das zweite Viertel bald zu erhellen.
Im Nebel sind noch Odo und Frodo, die beiden Mönche.
Nachdem sich Simon einen Tee eingeschüttet hat, will er gleich weiterreisen. Die Abrafaxe können auf Anfrage leider nicht mit, da der Karren überladen ist. In Wahrheit traut er den Kameraden bloß nicht. Nachdem alle ausgiebig der Rübensuppe zugesprochen haben, expediert das Mütterchen, freundlich aber bestimmt, die Abrafaxe aus ihrer Hütte. Weiteres Nachbohren sinnlos.

Also, dann auf nach Leipzig.

Simon zuckelt durch den Wald. Zwei Räuber, Wegel und Agerer geheißen, spielen Fallobst und inspizieren die Fracht. Simon kann den einen niederringen, der andere will das Problem mit der Keule lösen.
Zum Glück für Simon erscheinen die verschmähten Abrafaxe auf dem Schlachtfeld. Nachdem Agerer seinen Kumpan Wegel aus Versehen gekeult hat, läßt er sich von Abrax überreden, sich selbst den Knüppel zu geben. Ganz netter Spinnen-Spaß.
Zum Dank für die Unterstützung dürfen die Abrafaxe nun doch auf Simons Wagen mitfahren. Abrax zeigt Brabax einen ominösen Schlüssel, den ihm die Vorerbin überlassen hat.
Soeben passieren die beiden Mönche den Wagen grußlos in Gegenrichtung. Zwangsläufig müssen sie nun auf die Räuber treffen. Endet fatal, denn Frodo kann auch mit Gewalt. Erträge des Überfalls sind zwei frische Beulen.
Die Mönche nähern sich einem Haus, bei dem der Kamin raucht. Das kann nur der von ihnen gesuchte "Erbe" sein. Beim Betreten der Hütte stehen sie vor der Alten, die die beiden ihrerseits wiedererkennt.
Sie erklärt ihnen, daß jetzt die Abrafaxe die Erben wären. Die hätten eigentlich hier ausharren müssen, diesen Hinweis hat sie nicht weitergegeben. Also müssen jetzt die Nacherben von den Mönchen gefunden werden.
Die Rückseite erinnert an die Nummer 280 sowie auch an die Digedags in Nummer 78.

 

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