Wer aus Deutschlands
hochzivilisierten
Gegenden noch nicht ostwärts hinter
Dresden oder südlich hinter Cottbus vorgedrungen ist, kennt die
Oberlausitz vielleicht gar nicht.
Noch zu DDR-Zeiten war
es äußerst schwierig, für diese Gegend ein Visum zu erhalten.
Als
Antragsteller musste man doch den fast unmenschlichen Nachweis
erbringen, für die Zeit des Aufenthalts ohne Westfernsehen
auskommen zu können.
Daran müssen seinerzeit wohl viele potentielle Besucher gescheitert
sein.
Dem Umstand
der ungestörten Nichtempfängnis von Erste-Reihe-Fernsehen
verdankte die jenseits Dresdens gelegene Landschaft die Bezeichnung "Tal
der Ahnungslosen".
Die Oberlausitz war in dieser Beziehung noch eine Steigerung dessen,
hier wurde einem sogar das Hören von westlichen Radiosendern
verleidet. |
Glücklicherweise ist dem heute nicht mehr
so.
Zu allem Überfluss hat man in unserem stillen Tal
nun auch "Ahnung" durch
"Arbeit" ersetzt.
Betrachtet
man die verschiedenartigen Landschaftsformen, so zerfällt die Oberlausitz in
drei Teile.
Da sind die Heide- und
Teichlandschaften im Norden, in der Mitte das Oberlausitzer Bergland
sowie im Süden das Zittauer Gebirge, das kleinste und natürlich
auch das schönste Mittelgebirge
Deutschlands.
Markantes Zeichen der Oberlausitz sind die
Umgebindehäuser.
Im nördlichen Teil der Oberlausitz und in der sich anschließenden Niederlausitz lebt seit
langer Zeit die Volksgruppe der Sorben (Wenden).
Sie sind die Nachfahren slawischer Stämme und in dieser Region zu Hause. |