 Nachdem die beiden leidigen
Themen "Böse Korsaren" und "Unredlicher Medizinmann" erfolgreich
abgehakt werden konnten, geht der Stamm nun wieder zur Tagesordnung
über.
Das Leben könnte ja so schön sein, wenn da nicht solch ein
weinerliches Reptilium wäre, das die durch die hawaiianen Klänge
verwöhnten Hörorgane aller Anwesenden beleidigen würde.
Sogar Bakuku, der diensthabende Stammesbarde, verfällt angesichts
der Klagearien in tief melancholische Stimmung.
Die Digedags ergreifen also wieder einmal die Initiative und rücken
gemeinsam mit den beiden Eingeborenen Salang und Bakuku aus, das
Krokodil zum Schweigen zu bringen.
Jetzt wird der spannungslüsterne Leser durch aufdringlichen roten Fußtext
unvermittelt aus dem schönen Abenteuer in die Gegenwart
zurückgeholt:
"Seiten 5 und 6 im Druck verwechselt.
Bitte erst umblättern."
Nun ist die schöne Stimmung futsch, aber weiter im Text.
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Die Digedags können den garstigen Ruhestörer in einer größeren
Zusammenrottung von
Krokodilen lokalisieren.
Der Plan besteht darin, mit dem dicken Dig als Köder das greinende
Kroko in eine aufgehängte Schlinge zu locken und es dann aufs
Trockene zu katapultieren.
Aber statt des weinenden und vermutlich harmlosen Krokodils werden
die anderen, gefräßigen Grünlinge angelockt und Dig muss mit der
eigenen Schlinge gerettet werden. Wegen der Unbilden
nächtlicher Jagd wird der Zugriff auf den Morgen vertagt.
Bakuku
soll zur Verkürzung der Wartezeit ein paar lustige Liedchen
trällern. Er kann sich aber nur eine schwer verdauliche Ballade über
einen blauen Papagei und einen roten Kakadu abtrotzen. Immerhin
lernt man hier, dass blau und rot bei(m) Vögeln lila ergibt.
Aber selbst den Digedags will nichts lustiges über die Lippen
quellen.
Nicht mal Hans Albers hätte seinen Johnny schwermütiger
rübergebracht.
Doch das Krokodil zeigt sich ganz empfänglich für derart ernste Muse und
kraucht unaufhörlich in Richtung Land. In seiner apathischen
Stimmung wird es bald überwältigt und sicher verschnürt.
Auf einem grauen Hügel setzen sich die Drei zum Verschnaufen nieder.
Doch der Hügel entpuppt sich als abmattendes Nashorn, und hier
nimmt der titelmäßige Aufruhr im Dschungel seinen Anfang.
Das Rhino macht seinem Ruf alle Ehre und treibt das gesamte
Urwaldgetier vor sich her.
Salang und Bakuku sind mit dem potentiellen Handtaschenspender
mittlerweile im Dorf angekommen und berichten von den
apokalyptischen Vorgängen. |
Glücklicherweise wurde bereits ein neuer Schamane vereidigt, der
jetzt die notwendigen Beschwörungen leitet. Leider weiß er nicht, ob
er den dazu passenden Götzen im heiligen Hain installiert hat.
Statt des angerufenen Geistes von Sambamba antwortet aber nur Käpt'n
Kümmels Papagei.
Diese Blasphemie ruft berechtigte Empörung hervor.
Aber die Jagd nach dem Federvieh beendet das Ritual und
die mittlerweile anstürmenden Tiere schlagen die Tänzer in die
Flucht. Spielberg hätte die wilde Jagd nicht besser in Szene setzen
können, vieles erinnert an Jumanji.
Die Eingeborenen suchen ihr Heil in der Flucht zum rettenden Dorf, doch die Palisade ist dem Andrang nicht gewachsen.
Mit Unterstützung der Dorfbewohner fangen die Digedags sämtliche
Tiere ein, ausreichend Material für mehrere Archen von Noah. Das
geschieht auf eine Art und Weise, die Tierschützern Tränen in die
Augen treiben würde.
Und wieder einmal hat Dag die alles entscheidende Idee: Es wird ein
Zirkus gegründet, der "Circus Digedag".

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