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502 Die Rückkehr des weißen Ritters Oktober 2017

Mosaik 502

Herzog Johann, der Bruder des Wittenberger Friedrich, wartet in Weimar auf Meister Cranach, um sich von ihm auf einem Gemälde der Nachwelt erhalten zu lassen.
Der dünkelhafte Markgraf Kasimir weilt hier zu Besuch mit seiner Angetrauten, der kürzlich noch weißritterverliebten Prinzessin Susanna.
Bald trifft der Malerkarren auf Burg Hornstein ein und Abrax wird begeistert von Hanfried begrüßt. Cranach hat Abrax aber nur als Knecht mitgenommen. Als er seinem Chef die unzähligen Utensilien hinterherbuckelt, wird er von Kasimir wegen eklatanter Mißachtung der Hackordnung die mühsam erklommene Treppe rückwärts hinuntergekugelt. Nach der harten Landung auf dem Boden erkennt er auch Susanna wieder.

In Wittenberg versucht Brabax Luther klarzumachen, daß dieser so ziemlich im Eimer ist. Widerruf oder Vogelfreiheit, das ist hier die Qual mit der Wahl. Brabax rät ihm, wenigstens Spalatin hinzuzuziehen. Bei einem Spaziergang sieht Brabax, daß im Bach gerade die Schweine gebadet werden, und das, obwohl gleich am Cranachschen Hof Bier gebraut werden soll.

Califax kann nicht mehr gewarnt werden, denn schon schleppen alle Helfer fleißig Brauwasser aus dem kontaminierten Bach.
Das ist ein schwerer Verstoß gegen das Deutsche Reinheitsgebot
Obendrein stören die ungezogenen Cranachschen Lömmel das stark empfindliche Braugeschäft mit allen Mitteln.

In Weimar hockt Hanfried mit seiner Angel am Ilmufer, als er von Susanna aufgesucht wird. Sie ist noch immer der Meinung, er wäre der Weiße Ritter und verlangt ihm einen Kuß ab. Doch Hanfried ist ein Ehrenmann. Plötzlich bricht Kasimir iaus den Büschen und denkt sich seinen Teil. Im Endeffekt kracht er Hanfried den Fehdehandschuh vor die Puschen. Ein Lanzengang droht. Angler Abrax erfährt von dem Dilemma.

In Wittenberg ist das Malz mit Schweinearoma eine Woche später endlich fertig und wird gemahlen. Im Schloß treffen sich Luther und Brabax mit Spalatin. Der Kurfürst rät Luther, nach Worms zu gehen und will beim Kaiser freies Geleit für den Ketzer herauszuschinden.

Cranach ist feste am Malen, als Hanfied beim Modell wegen seines Duells vorsprechen will. Aber sein Vater vertröstet ihn auf später. Hanfried wird weinerlich, jedoch verspricht ihm Abrax, dafür zu sorgen, daß es Kasimir noch leid tun wird.
Bald ist das Turnier angesetzt. Für Hanfried gehts schon schlecht los, er findet auf seinem Gaul keinen Halt und stürzt ab. Kasimir mag das aber nicht als Niederlage gelten lassen, er will unbedingt Blut sehen. Hanfried schafft es doch noch in den Sattel. Zu seiner Erleichterung taucht plötzlich der Weiße Ritter auf und fordert Kasimir heraus. Der ungehobelte Klotz läßt sich zu üblen Äußerungen hinreißen.

Aber gegen den schon in Augsburg siegreichen Ritter aller Klassen sieht selbst der großspurige Markgraf keinen Stich, außer den mit der fremden Lanze.
Scheppernd rollt er über den Turnierplatz.
Leider kann er nun, seiner Reparaturbedürftigkeit wegen, nicht mehr gegen Hanfried antreten und er läßt sich hinter die Kulissen tragen.
Gemahlin Susanna betrachtet die Niederlage des Markgrafen angemessen kühl und will endlich wissen, wer der Weiße Ritter in Wirklichkeit ist. Nun muß sie unbedingt auch diesen Ritter küssen, vorsorglich hat sie für diese Verfehlung schon einen Ablaßbrief erworben. Aber auch Abrax weiß die Ehre einer Dame zu bewahren und verweigert sich strikt der Knutscherei.
Wenigstens möchte Susanna ein Andenken an ihren Helden. Abrax zieht den Entklapperungspinsel aus seinem Helm. Susanna ist überglücklich über die Locke am Stiel. Selbst Abrax hat nun eine Träne im Knopfloch. Aus dem Träumen wird er von Cranach wieder zurückgeholt, jetzt heißt es zu packen, morgen solls zurück nach Wittenberg gehen.

In Cranachs Bierkeller macht das aktuelle Gebräu schon große Fortschritte, es gärt mächtig gewaltig.
Als endlich der Hausherr wieder heimkehrt, wird er mit einem frisch Gezapften begrüßt.
Brabax winkt wegen seiner Spezialkenntnisse ab, jedoch Luther finder das Gesöff "saulecker". Kein Wunder bei dem versauten Malz.
Und endlich gibt's wieder mal was Lehrreiches im Mosaik, die hohe Kunst des Bierbrauens.
Muß ja nicht gleich immer was mit Schwarzpulver sein.

 

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